Deutsche Islam Konferenz
+ Plenum der Deutschen Islam Konferenz 2011
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Zuwanderer aus muslimisch geprägten Herkunftsstaaten religiös und kulturell vielfältiger geworden. Mittlerweile leben in Deutschland ca. vier Millionen Muslime, das sind ungefähr fünf Prozent der Bevölkerung. Knapp die Hälfte von ihnen hat bereits die deutsche Staatsangehörigkeit.
Das Bundesministerium des Innern hat die Deutsche Islam Konferenz (DIK) am 27. September 2006 ins Leben gerufen und damit erstmals einen gesamtstaatlichen Rahmen für den Dialog zwischen dem deutschen Staat und den Muslimen in Deutschland geschaffen. Am 19. April 2012 ist das Plenum der DIK zum dritten Mal in dieser Legislaturperiode zusammengekommen und hat u.a. eine Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung verabschiedet. Außerdem hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich den Startschuss zum Jugendwettbewerb "Erfolgsgeschichten" gegeben, mit dem von Jugendlichen verfasste journalistische Beiträge über erfolgreiche Muslime ausgezeichnet werden.
| Impressionen zum Plenum 2012 |
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Das Plenum der DIK beschloss 2010 ein umfangreiches Arbeitsprogramm für die zweite Phase der Deutschen Islam Konferenz. Der Vorbereitungsausschuss und die von ihm eingerichteten Projekt- und Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit unmittelbar aufgenommen. Im Jahr 2011 verabschiedete das Plenum u.a. einen Leitfaden für die landeskundliche und sprachliche Fortbildung von religiösem Personal und weiteren Multiplikatoren islamischer Gemeinden.
Bereits in ihrer ersten Phase von 2006 bis 2009 konnte die DIK zahlreiche Erfolge verzeichnen. Der Koalitionsvertrag der 17. Legislaturperiode formuliert es so: "Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) hat dazu geführt, dass neben einem den religiösen Gemeinschaften vorbehaltenen interreligiösen Dialog ein Prozess der Annäherung muslimischer Bevölkerungsteile Deutschlands an das deutsche Religionsverfassungsrecht begonnen hat. Diesen Prozess gilt es zu befördern und daher wollen wir die DIK als wichtigstes Forum zwischen dem deutschen Staat und den in Deutschland lebenden Muslimen fortsetzen."
Letzte Änderung: 09.05.2012





